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Dezember 2025 - Klimatologische Auswertung (4.1.2026)

Klimatologische Übersicht Dezember 2025 Das bisweilen extreme Wechselspiel zwischen warmen und kalten Witterungsabschnitten setzte sich im Dezember fort. Dabei wirkten sich der frühe Zerfall des stratosphärischen Polarwirbels und das aktuell ausklingende La-Niña-Ereignis im Pazifik zusätzlich abschwächend auf die ohnehin gestörte Westwinddrift aus. Für uns vor Ort äußert sich das in Form von langlebigen Hochdruckgebieten, die erstens extreme Trockenheit, zweitens viel Sonnenschein und drittens, bei südlicher Anströmung des Erzgebirges, deutlich zu hohe (Föhn) und, bei nördlicher Anströmung, deutlich zu tiefe Temperaturen verursachen. Unter diesen Bedingungen verwundert es nicht, dass mit knapp 25 l/m2 ein neuer Trockenrekord bei einem Anteil von Süd- bis Südostlagen von fast 55% zu Buche steht. Dabei standen die Zeichen zwischen dem 6. und dem 21.12. auf Wärme (+3,4 Grad Abweichung in den ersten beiden Dekaden) und zwischen dem 24. und dem 31. auf Frostluft (-2,2 Grad Abweichung in der dritten Dekade). Wir durften Heiligabend erstmals seit 2003 im Dauerfrost mit etwas angezuckerter Landschaft genießen.

November 2025 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht November 2025 Insgesamt verbucht der November sechs Temperaturrekorde für meine 30-jährige Messreihe: Erstaunlicherweise sind es vier Wärme- und sogar zwei Kälterekorde. Wie kam es dazu? Zu Monatsbeginn erreichten uns Luftmassen aus Südwesten, die durch Föhnunterstützung austrockneten und sich stark erwärmten (1., 5., 12., 14.). Diese Entwicklung erreichte am 14. November mit 18,6 Grad, 40 % Luftfeuchte und Sonnenschein einen Höhepunkt, der für den November bisher unbekannt war. Entsprechend spärlich gestaltete sich die Niederschlagsbilanz. Ab dem 17. November drehte die Strömung allerdings erst auf Nordwest, dann auf Nord und schließlich auf Ost. Dies führte zu einem klassischen Nordstauwintereinbruch im Erzgebirge. In Gornsdorf kam es somit zur Ausbildung der ersten Schneedecke, die am 26. November 14 cm erreichte. Bemerkenswert sind die Tiefsttemperatur von fast -10 °C am 23.11. sowie der Höchstwert von nur -1,5 °C, beides neue Rekordwerte. Insgesamt bilanziert die Temperatur nahe dem Mittelwert. Die fehlenden Niederschläge der ersten Monatshälfte wurden jedoch nicht durch den Schnee ausgeglichen, sodass ein Defizit von reichlich 36 l/m2 zu verzeichnen ist. Damit bleibt 2025 auf Kurs, das trockenste Jahr seit 1995 zu werden. (Link zum Diagramm)

Oktober 2025 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht Oktober 2025 In den ersten Oktobertagen kam die Kaltluft aus dem September zur Ruhe, sodass der erste Bodenfrost auftrat. Nach vier kühlen und sonnigen Herbsttagen brach am 5. Oktober eine Nordwestströmung über uns herein, die sich als sehr ausdauernd erwies. Unterbrochen wurde diese lediglich durch einen kurzen Zwischenhocheinfluss mit dem ersten Luftfrost am 18.10. Es gab fast täglich Niederschlag, nämlich an 27 Tagen. Das stellt einen neuen Rekord in meiner 30-jährigen Beobachtungsreihe dar. Besonders unangenehm dürfte der durch den Nordweststau des Erzgebirges ausgelöste kontinuierliche Nieselregen in Erinnerung bleiben. Aufgrund dieser Wetterlage stieg die Temperatur während des ganzen Monats nicht über 14,5 °C, was ebenfalls ein Novum in meiner Statistik darstellt. PV-Nutzer werden außerdem festgestellt haben, dass dieses Jahr rund ein Drittel weniger Licht als 2024 den Boden erreichte. Aus dieser Witterung einen Trend in Richtung kalter Winter abzuleiten, fällt schwer. Die belegten Bauernregeln sehen eigentlich nach einem warmen Oktober einen kalten Winter voraus. (Link zum Diagramm)

September 2025 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht September 2025 Der September startete mit einem Starkniederschlagstag (37,2 l/m2, Vb-Wetterlage). Eine ähnliche Zirkulation blieb bis Mitte des Monats erhalten, wobei uns die Niederschlagsgebiete aus Südosten nur streiften. Zwischen dem 17. und dem 21. stellte sich eine Südwestlage ein, dank der noch drei Mal die 25-Grad-Marke überschritten wurde (Maximum am 20.09. mit 28,9 Grad). Danach drehte sich ein Tief über Mitteleuropa ein, das zwischen dem 22. und 27. intensive Niederschläge im Erzgebirge verursachte - und zwarvon Osten her. Ein Hoch über Skandinavien steuerte das mit Kaltluft gefüllte Drucksystem sogar retrograd (von Ost nach West), sodass die letzte Septemberdekade deutlich zu kalt ausfiel und insgesamt ein Regenüberschuss auftrat. (Link zum Diagramm)

August 2025 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht August 2025 Entsprechend der Siebenschläferregel stellte sich das Wetter nach sechs Wochen mit Regen und Tiefdruckeinfluss im Juli und Anfang August erneut radikal um. Eine 16-tägige niederschlagsfreie Periode folgte, die von einem Auf und Ab der Temperaturen geprägt war. Eine kurze Hitzeperiode von drei Tagen mit Temperaturen über +30 Grad stellte vom 13.-15.8. den Höhepunkt des Spätsommers dar. Danach sorgte trocken-kühle Luftmassen aus Nordwesten für kühle Nachttemperaturen, die schließlich den gesamten Monat in eine negative Temperaturbilanz drückten. Einige leichte Regenschauer gegen Monatsende verhinderten gerade noch, dass der alte Trockenrekord von nur 31 l/m2 aus dem Jahr 2003 unterboten wurde. Nur neun Niederschlagstage (normal 13) und kein Gewitter unterstreichen den Charakter des Monats. Ende August liegt das akkumulierte Regendefizit für das Jahr nun bei -237 l/m2. Damit fehlt reichlich ein Drittel des sonst üblichen Wasserdargebots. (Link zum Diagramm)

Juli 2025 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht Juli 2025 Im Juli wurde die Trockenheit nun von ergiebigen Niederschlägen unterbrochen. Die schon Ende Juni eingeläutete Westwinddrift verschärfte sich sukzessive bis zum Ende des Monats. Dabei wurden immer kältere Luftmassen in unsere Gefilde geführt, so dass zeitweise in Deutschland wesentlich niedrige Temperaturen als in Skandinavien gemessen wurden. Bei wenigen Sonnenstunden, 19 Tagen mit Niederschlag und einem Temperaturmittelwert, der leicht unter dem langjährigen Durschnitt verharrte, wollten keine richtigen Feriengefühle aufkommen. Allerdings wurden in Gornsdorf in Summe tatsächlich nur 115% der langjährigen Niederschlagsumme registriert. Das akkumulierte Defizit ist damit bei weitem noch nicht ausgeglichen. Insgesamt war es ein typischer mitteleuropäischer Juli. (Link zum Diagramm)

Juni 2025 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht Juni 2025 Da der Juni erneut deutlich zu trocken ausfiel, ist es an der Zeit, einen Blick in die Statistik zu werfen, um diese Trockenphase einzuordnen. Im ersten Halbjahr 2025 sind bisher 268 Liter pro Quadratmeter Niederschlag zusammengekommen. Normal wären 445 l/m2, es fehlen also etwa 40 %. Damit stellt das Jahr 2025 das trockenste erste Halbjahr der vergangenen 31 Jahre dar. Der bisherige Tiefstwert lag bei 290 l/m2 im Jahr 2014. Betrachtet man jedoch die letzten 12 Monate (Juli bis Juni), so liegen die Jahre 2014 (682 l/m2), 2020 (765 l/m2) und 2019 (800 l/m2) noch vor 2025 mit 844 l/m2. Damit wird deutlich, dass wir uns in einer ausgesprochen trockenen Phase befinden, im Vergleich zu früheren Jahren jedoch noch etwas Reserve aus dem vergangenen Jahr vorhanden war. Entscheidend ist, dass die Trockenheit bei kühler Witterung aufgrund reduzierter Verdunstung nicht solche starken Auswirkungen auf die Vegetation hat wie bei Hitze. Von Hitzewellen ist das Erzgebirge bis Juni dieses Jahres weitgehend verschont geblieben. (Link zum Diagramm)

Mai 2025 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht Mai 2025 Der Mai 2025 wird uns im Erzgebirge als kalter Monat in Erinnerung bleiben. Nur an den ersten und den letzten beiden Tagen schaffte die Temperatur den Sprung über die 20-Grad-Marke. Wie in den Vormonaten war die Wetterlage geprägt von einer Blockierung der Westwindströmung durch Hochdruckgebiete über den Britischen Inseln. Dadurch konnte mehrmals skandinavische Kaltluft nach Mitteleuropa vorstoßen. Dass dies zumindest kurzzeitig typisch für die Jahreszeit ist, ist allgemein als die Singularität der "Eisheiligen" bekannt. Insgesamt gab es drei derartige Kälterückfälle (am 3., 15. und 22. Mai), die glücklicherweise nur am 6. Mai in Gornsdorf zu Luftfrost führten. Ab dem 25. Mai wurde das britische Hoch schließlich abgebaut und seitdem greift die Westwinddrift wieder auf Mitteleuropa über. Damit wurde es windiger und es gab flächendeckenden Regen zum Ende des Monats. Trotz dieser Niederschläge wurden nur 74% der üblichen Monatssumme erreicht. Der Monat war zwei Grad kälter als im Mittel, womit sich der Trend verfestigt, dass die Maimonate im Laufe der letzten 30 Jahre kälter werden. (Link zum Diagramm)

April 2025 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht April 2025 Im April setzte sich die Trockenheit fort. Kontinentaler Einfluss sorgte nach einer kurzen Erwärmung zu Beginn des Monats für drei Frosttage mit bis zu -2,7 Grad. Danach stiegen die Temperaturen kontinuierlich bis auf +22,1 Grad am 16. an, bevor sich eine Luftmassengrenze näherte und immerhin für reichlich 13 l/m2 sorgte. Knapp eine Woche später wiederholte sich diese Grenzlage und brachte im Stau des Erzgebirges erneut 14,4 l/m2. Die prognostizierten 50 l/m2 bei gewittrigen Schauern blieben jedoch auf Thüringen und den Harz beschränkt. Mit viel Sonnenschein, leicht zu warm und etwas mehr als der Hälfte des üblichen Niederschlags fügte sich der April gut in den diesjährigen Frühlingscharakter ein. (Link zum Diagramm)

März 2025 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht März 2025 Das trockene Hochdruckwetter setzte sich im März unvermindert fort, wenn auch mit unterschiedlichen Temperaturen. Die erste Dekade war sonnig, föhnig und 3,6 Grad wärmer als im Mittel. Die Monatsmitte brachte einen Kaltlufteinbruch mit geringen Niederschlägen, Frost und einigen Schneeflocken. Mit viel Sonnenschein und böigem Südostwind erholten sich die Temperaturen rasch und erreichten am 21. März 17,6 Grad. Bis zum 29. März sah es so aus, als würde der März 2025 einen neuen Trockenrekord aufstellen, doch dank des Erzgebirges konnte eine feuchte Nordwestströmung so gestaut werden, dass am 30. und 31. 29 l/m2 registriert wurden. Damit erreichte der Monat zwar nur 54% des normalen Niederschlags, aber die aufblühende Vegetation erhielt zumindest einen Teil des dringend benötigten Regens. Insgesamt war der März um +1,6 Grad zu warm, brachte aber eineinhalb Mal so viel Sonnenschein. Wer ein Balkonkraftwerk besitzt, wird sich gefreut haben. (Link zum Diagramm)

Februar 2025 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht Februar 2025 Die Abkühlung der letzten Januartage setzte sich im Februar fort und führte zu einer Periode mit 21 Frosttagen (31.1. bis 20.2.), so vielen wie seit 2018 nicht mehr. An drei aufeinanderfolgenden Tagen gab es sogar strengen Frost mit einer Tiefsttemperatur von -12,7 Grad (18.2.). Diese Tage waren eingebettet in eine typische kontinentale Hochdrucklage mit östlichen Winden, die vom 13. bis 20. Februar Dauerfrost brachte. Eine rasche und anhaltende Erwärmung bei strahlendem Sonnenschein (+12.0 Grad am 24.2.) führte dazu, dass die letzte Februardekade um +3.7 Grad zu warm ausfiel und kein deutlich zu kalter Monat verzeichnet wurde. Niederschläge gab es aufgrund der lang anhaltenden Hochdruckwetterlagen kaum. Nur der Februar 2014 war mit 3,5 l/m2 noch trockener als der diesjährige mit 9,0 l/m2. Es bleibt zu hoffen, dass diese äußerst trockene Witterungsphase durch einige Frühjahrsniederschläge wieder ausgeglichen werden kann. Der Winter war insgesamt +1,0 Grad zu warm und mit 60% der üblichen Niederschläge deutlich zu trocken. (Link zum Diagramm)

Januar 2025 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht Januar 2025 Das neue Jahr begann mit einem Auf und Ab der Temperaturen. Einem ersten Maximum von +8 Grad (2.1.) folgten 2 Tage Dauerfrost, bevor am 6.1. +11,5 Grad erreicht wurden. Danach kehrte der Winter mit 4 Tagen Dauerfrost zurück. Bemerkenswert ist die Schnelligkeit der Temperaturwechsel. Dies ist auf das dichte Nebeneinander stark unterschiedlich temperierter Luftmassen zurückzuführen, wie es eigentlich für Übergangsjahreszeiten typisch ist (z.B. "Der April weiß nicht, was er will."). In der zweiten Monatshälfte dominierte sonniges Wetter mit zwei neuen Temperaturrekorden: +14,6 Grad am 25. und +11,0 Grad am 27.1. Damit schloss die letzte Dekade um +5,7 Grad zu warm und der gesamte Monat um +2,8 Grad zu warm ab. Immerhin gab es jeweils 21 Tage mit Frost und Schneedecke (max. 15 cm am 10.1.), was genau dem Mittel der letzten 30 Jahre entspricht. Die Niederschlagssumme erreichte 81% des Mittelwertes und liegt damit im üblichen Schwankungsbereich. (Link zum Diagramm)