Anfang Februar hatte der Winter bereits einiges an Härte eingebüßt. Trotz leichter Schneefälle reichten zwei Tage ohne Nachtfrost aus,
um die 11 cm hohe Restschneedecke aus dem Januar schnell verschwinden zu lassen. Am 14.2. wurde eine milde Periode erneut von
einem Wintereinbruch beendet, wobei sich eine 15 cm hohe Schneedecke bildete und Tiefstwerte bis -10,8 Grad erreicht wurden.
Ab dem 21. stieg die Temperatur dann rapide an. Das anfangs regnerische Wetter wechselte schnell zu einer föhnigen Südströmung,
die am 27.2 tatsächlich +18,7 Grad brachte. Damit landete die letzte Februardekade auf Platz eins der Wärmerekordliste.
Auch der Februar insgesamt bilanziert mit +1,5 Grad wärmer als der Mittelwert.
Betrachtet man den Winter 2025/26 als Ganzes, so ergibt sich trotz des kalten Januars ein um +0,3 Grad zu warmer Winter.
Immerhin gab es 23 Eistage, das heißt Tage, an denen die Temperatur ganztags unter Null blieb, und 47 Tage mit einer Schneedecke,
die am 10.1. ihr Maximum von 29 cm erreichte. Bemerkenswert ist leider wieder der geringe Gesamtniederschlag: 112,8 l/m2
entsprechen nur 50% der üblichen Wintersumme - eine Folge der häufigen östlichen Strömungsverhältnisse.
Das neue Jahr startete mit einem Wintereinbruch aus Nordwesten, der am 10.1. in einer 29 cm hohen Schneedecke und Frost bis -13,4 Grad gipfelte.
Vier Tage mit milden Temperaturen bis zu +10 Grad und Regen ließen den Schnee jedoch rasch schmelzen.
Das Einsickern von Kaltluft aus Osten beendete jedoch das Tauwetter und prägte die vorherrschende Wetterlage mit wechselnden
Kältenuancen bis zum Monatsende. Ab dem 26.1. kam sogar wieder etwas Schnee hinzu, sodass der hochwinterliche Charakter des Monats erhalten blieb.
Damit verzeichnet der Januar ein Temperaturdefizit von 2 Grad bei anhaltender Trockenheit (es fielen nur 40 % der üblichen Niederschlagsmenge).
In diesem Zusammenhang stellt der "maximale Tagesniederschlag" von 5 l/m2 am 13. Januar einen neuen Minimumrekord dar.
Interessant ist, dass sich erstmals seit 2010 eine so beständige Ostlage etablieren konnte und vor allem über Skandinavien
reichlich Kaltluft produziert wurde, die auf kurzem Wege mehrmals Mitteleuropa erreichte. Folglich konnte der Frost bei wenig
Schnee tief in den Boden eindringen und viele Gewässer führten Eis, wie seit vielen Jahren nicht mehr.
(Link zum Diagramm)